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Region Villach

Pilzarten

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vielen verschiedenen Pilzarten in Europa, die in einzelne Gruppen unterteilt werden. Sie unterscheiden sich teilweise extrem in Ihrer Erscheinungsform. Im Folgenden wollen wir Ihnen eine praxisorientierte Einteilung vorstellen.

Ständerpilze

Diese Pilzform ist weit verbreitet und kommt allein in Europa über 10000 Mal vor. Zu den berühmtesten Vertretern gehöhren Champignons, Fliegenpilze und der Parasolpilz.

Lamellenpilze

Diese Pilzform ist weit verbreitet und kommt allein in Europa über 10000 Mal vor. Zu den berühmtesten Vertretern gehöhren Champignons, Fliegenpilze und der Parasolpilz.

Leistenpilze

Im Gegensatz zu den Lamellen haben Leistenpilze nur Aufwölbungen bzw. Falten, in deren Zwischenräumen sich die Fruchtschicht befindet. Auf den Fruchtschichten, also Leisten oder Lamellen befinden sich Ständer mit Sporen. Ein bekannter Vertreter ist zum Beispiel der Pfifferling.

Röhrenpilze

Röhrenpilze leben meist in Symbiosen mit Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen. Hier gibt es nur wenige ungenießbare bzw. giftige Arten. Dafür jedoch viele gute und bekannte Speisepilze wie zum Beispiel den Steinpilz.

Porlinge

Typisch für Porlinget ist die porige und wabenähnliche, weißliche Hutunterseite. Die Oberseite kann behaart oder schuppig oder auch glatt sein. Weltweit gibt es über Hundert Arten. Dieser Pilz kann auch parasitär sein.

Korallenpilze

Wie der Name schon sagt, sehen Korallenpilze aus wie Korallen. Das Fruchtfleisch ist immer weiß bis schmutzig grau und Sie besitzen eine brüchige Konsistenz.

Boviste & Stäublinge

In Mitteleuropa kommen etwa 10 - 20 verschiedene Arten dieser Pilzgattung vor. Stäublinge sind generell essbar, solange das Fleisch im Inneren noch weiß und fest ist. Boviste gelten als ungenießbar und können sowohl sehr klein als auch sehr groß sein.

Schlauchpilze

Diese Pilzklasse kann sowohl ober- als auch unterirdisch wachsen und gedeihen. Daher ist auch ihre Erscheinungsform sehr unterschiedlich. Zu dieser Gattung zählen viele Hefe- und Schimmelpilze.

Morchel

Morcheln wachsen im Frühling und sind ausgezeichnete Speisepilze. Im getrockneten Zustand schmeckt die Morchel noch intensiver. Der Hutaufbau der Morchel erinnert stark an Bienenwaben, dies ist auch das beste Unterscheidungsmerkmal zur giftigen Frühjahrslorchel. Die Hutfarbe kann hell oder auch dunkel sein. Spitzmorcheln wachsen gerne auf frischem Rindenmulch und in Nadelwäldern, während die Speisemorchel eher in Laubwäldern zu finden ist.

Lorchel

Wie ihr Name schon verrät, wächst die Frühjahrslorchel zeitig im Jahr. Der Hut sieht aus wie Gehirnwindungen, daran kann man die Frühjahrslorchel gut von der Speisemorchel unterscheiden. Die Frühjahrslorchel ist giftig, während die noch ganz junge Herbstlorchel gekocht ein essbarer Pilz ist und vor allem in der asiatischen Küche gerne verwendet wird.

Becherling

Die große Gruppe der Becherlinge ist nach ihren schalenförmigen Fruchtkörpern benannt. Viele Becherlinge präsentieren sich in leuchtenden Farben, die meisten Arten sind jedoch ungenießbar oder sogar giftig. Ausnahme ist der Gemeine Morchelbecherling, dieser steht bei uns in Kärnten aber unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.

Wichtige Tipps

Damit Ihre Pilztour gelingt, möchten wir Ihnen einige wichtige Tipps mit auf den Weg geben. Weitere Informationen finden Sie natürlich auch in den bei uns erhältlichen Büchern.

Die Ausrüstung

Bevor Sie mit der Suche beginnen, sollten Sie sich gut ausrüsten: Bequeme, lange Kleidung (wegen der Zeckengefahr) und festes Schuhwerk sind in einem Wald immer ratsam. Damit Sie die Pilze gut lagern können, sollten Sie nicht auf einen Korb vergessen und zum leichteren Ernten der Pilze kann ein kleines Messer von Vorteil sein. Generell gilt, dass Sie niemals alleine zur Pilzsuche aufbrechen sollten. Auf unwegsamen Gelände kann man sich leicht verletzen und Handys haben im Wald nicht immer Empfang. Gehen Sie also zu zweit oder zu dritt.

Wissen ist Macht

Machen Sie sich schlau! In fachkundigen Büchern finden Sie alles rund um dass Thema Pilze. Achten Sie auch darauf, dass der Lesestoff aktuell ist, da die Forschung immer wieder zu neuen Erkenntnissen gelangt und Pilze, die früher als unbedenklich galten, heute manchmal zu Giftpilzen zählen. Besorgen Sie sich möglichst ein handliches Pilzbuch, das Sie mitnehmen können. Es erleichtert die Zuordnung und Unterscheidung von giftigen und ungiftigen Pilzen.

Beginnen Sie einfach

Nehmen Sie sich anfangs nicht zu viel vor! Versuchen Sie sich auf wenige Pilzarten zu beschränken und nehmen Sie nur jene mit, die Sie sicher zuordnen können. Röhrenpilze oder Stäublinge sind relativ leicht zu bestimmen und bei fachkundiger Zubereitung sehr geschmackvoll.

Mit dem richtigen "Dreh"

Richtiges Abernten ist wichtig. Wir empfehlen, den Pilz sanft aus der Erde zu drehen, oder mit einem kleinen Messer möglichst an der Basis abzuschneiden.  Auf diese Weise stehen Ihnen alle Merkmale, die für die Pilzbestimmung nötig sind, zur Verfügung. Auf keinen Fall sollten Sie die Pilze heraustreten oder herausreißen. Alte Pilze können Sie ruhig am Leben lassen, da Sie der Arterhaltung dienen. Und sollten Sie eine Gruppe von Pilzen finden, ernten Sie auf keinen Fall alle ab! Dies könnte zu einem Aussterben der Pilze an diesem Platz führen.

Immer maßvoll

In Österreich ist das Sammeln von Pilzen nur von 15. Juni bis 30. September erlaubt. In dieser Zeit darf man pro Person täglich 2 kg Pilze für den Eigengebrauch mitnehmen. Waldgrenzen, in welchen das "Pflücken" von Pilzen mittels Hinweistafeln untersagt ist, sind zu respektieren! Bitte beachten Sie, dass das Betreten von Jungkulturen (junge Bäume, die weniger als 3m hoch sind) verboten ist! Somit ist auch das Sammeln von Pilzen in einem solchen Jungwald untersagt!

Mit Stil durch den Wald

Ob Wanderer oder Pilzsammler, im Wald sollte man sich immer angemessen verhalten. Lautes Herumtoben, mutwilliges Ausreißen von Pflanzen oder Pilzen oder das Verscheuchen von Tieren sind zu unterlassen! Der Wald ist ein Lebensraum und sollte als solcher respektiert werden!

Tierische Waldbewohner

Der Wald bietet vielen Tieren ein zu Hause. Bei manchen Tieren stehen auch Pilze am Speiseplan. Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen! Wenn ein Pilz von einem Tier angeknabbert wurde, ist dies noch kein Indiz dafür, dass er auch für den Menschen essbar ist! Wer eindeutig eine giftigen Pilz erkannt hat, sollte diesen unbedingt stehen lassen, denn auch Giftpilze haben eine Funktion! Sie dienen als Nahrungsquelle oder unterstützen den in der Nähe wachsenden Baum durch den Austausch von Mineralstoffen.

Die Beute richtig behandeln

Reinigen Sie die gefundenen Pilze nicht mit zu viel Wasser. Dies lässt sie schneller verderben. Ein kleiner Pinsel ist ein gutes Instrument, um Erdreste oder Nadeln abzubürsten. Viele Pilze lassen sich gut trocknen, einfrieren oder sauer einlegen. So können Sie Ihre "Beute" auch noch Wochen nach dem Fund genießen!