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Grubiger Schwefelmilchling 
Lactarius scrobiculatus

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lactarius_scrobiculatus_T66.jpg By Jerzy Opioła - Lactarius scrobiculatus - CC BY-SA 4.0 - Wikimedia Commons
  • Herbst
  • giftig
    • Erscheinungszeit: Juli bis Oktober

    • Größe: 12 - 25 cm ø, Stiel 3 - 7  x 1,5 - 3,5 cm

    • Vorkommen: Besonders in Fichtenwäldern auf feuchten Kalkböden

    • Verbreitung: In vielen Ländern Nord- und Osteuropas weit und dichtflächig verbreitet. In Deutschland nur in den süddeutschen Mittelgebirgen sowie im Alpenvorland und in den Alpen. Im Flachland dagegen in weiten Teilen des Landes nur äußerst selten, gebietsweise völlig fehlend.

    Merkmale

    Hut in gelb- bis goldbraunen Farben, oft dunkler fleckig gezont, erst flach gewölbt, dann nabel- bis muldenförmig vertieft, Rand lange eingerollt, dicht filzig-zottig behangen, feucht zähschleimig eintrocknend filzklumpig verklebt. Lamellen normal bis engstehend, gerade oder meistens kurz herablaufend angewachsen, creme bis blassgelb, dünn und schmal. Stiel gerade, jung weiß bereift, älter hell gelb, mit gelbbraunen Grübchen auf der gesamten Oberfläche. Alt hohl werdend, Basis verjüngt und weißfilzig. Fleisch blassgelb, dick, fest, scharf. Geruch fruchtig. Milch weiß, reichlich, an der Luft rasch schwefelgelb verfärbend, brennend scharf.
    Sporenpulverfarbe cremeweiß


    Wissenswertes, Verwechslung

    Der Zottige Violett-Milchling Lactarius repraesentaneus sieht dem Grubigen Milchling verblüffend ähnlich. Letzterer besitzt als sicheres Unterscheidungsmerkmal weiße Milch, die sich an der Luft schnell violett verfärbt. Sie schmeckt genau so brennend scharf  wie die des Grubigen Milchlings. Ansonsten sind die Makromerkmale beider Arten fast identisch. Gelegentlich findet man beide Arten im gleichen Biotop. Dann besteht die Möglichkeit sie miteinander zu vergleichen: man wird kleinere Abweichungen wie Hutwölbung mit Buckel, aber auch eine intensiver goldbraune Hut- und Stielfarbe und kräftigere Haarzotten am Hutrand bei L. repraesentaneus feststellen. Dazu ist diese Art - außer in einigen nordeuropäischen Ländern - bedeutend seltener. Er erscheint vornehmlich in montanen bis alpinen Regionen, gerne in alten Fichtenwäldern, aber auch z.B. bei Birken auf anmoorigen, sauren Böden.

     

     

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